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Eine Landstromanlage stellt eine technische Infrastruktur dar, die es Schiffen ermöglicht, während der Liegezeit im Hafen elektrische Energie aus dem lokalen Stromnetz zu beziehen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die bordeigenen Dieselgeneratoren zu betreiben, was sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile mit sich bringt. Landstromanlagen sind ein zentraler Bestandteil moderner Hafenlogistik und tragen zur Reduzierung von Emissionen in küstennahen Gebieten bei.

Allgemeine Beschreibung

Landstromanlagen, auch als Shore-to-Ship-Power-Systeme (S2SP) bezeichnet, dienen der Versorgung von Schiffen mit elektrischer Energie, während diese an Liegeplätzen festgemacht sind. Die Anlagen bestehen aus mehreren Komponenten, darunter Hochspannungsanschlüsse, Frequenzumrichter und Transformatoren, die die Netzspannung und -frequenz an die bordseitigen Anforderungen anpassen. Typischerweise wird eine Spannung von 6,6 kV oder 11 kV bei einer Frequenz von 50 Hz oder 60 Hz bereitgestellt, abhängig von den Standards des jeweiligen Hafens und der Schiffsklasse.

Die Installation einer Landstromanlage erfordert eine enge Abstimmung zwischen Hafenbetreibern, Reedereien und Energieversorgern. Die Infrastruktur muss nicht nur die technischen Spezifikationen der Schiffe erfüllen, sondern auch Sicherheitsstandards wie die International Electrotechnical Commission (IEC) 60092 oder die DIN EN ISO 80005 einhalten. Diese Normen regeln unter anderem die elektrischen Schutzmaßnahmen, die Erdung und die Kompatibilität der Steckverbindungen.

Landstromanlagen kommen vorrangig in Seehäfen zum Einsatz, können jedoch auch in Binnenhäfen oder an speziellen Liegeplätzen für Binnenschiffe installiert werden. Die Leistungsfähigkeit der Anlagen variiert je nach Schiffstyp: Während Containerschiffe oder Kreuzfahrtschiffe oft eine Anschlussleistung von mehreren Megawatt benötigen, reichen für kleinere Fracht- oder Passagierschiffe Leistungen im Kilowattbereich aus. Die Energieübertragung erfolgt über flexible Kabel, die entweder manuell oder automatisiert an die Schiffssysteme angeschlossen werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz des Hafens. Moderne Landstromanlagen ermöglichen es, den bezogenen Strom aus nachhaltigen Quellen wie Wind- oder Solarenergie zu beziehen, was die CO₂-Bilanz weiter verbessert. Allerdings hängt die tatsächliche Umweltwirkung von der Zusammensetzung des lokalen Strommixes ab. In Regionen mit einem hohen Anteil an fossilen Energieträgern ist der ökologische Nutzen geringer als in Ländern mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien.

Technische Details

Landstromanlagen müssen eine Reihe technischer Anforderungen erfüllen, um eine sichere und effiziente Energieübertragung zu gewährleisten. Die Spannungsebenen liegen typischerweise zwischen 6,6 kV und 11 kV, wobei höhere Spannungen für Schiffe mit großem Energiebedarf, wie Kreuzfahrtschiffe, verwendet werden. Die Frequenzanpassung ist ein kritischer Faktor, da viele Schiffe mit einer Bordnetzfrequenz von 60 Hz betrieben werden, während das europäische Stromnetz standardmäßig 50 Hz liefert. Hier kommen Frequenzumrichter zum Einsatz, die die Netzfrequenz in die erforderliche Bordnetzfrequenz umwandeln.

Die Anschlussleistung einer Landstromanlage wird in Megawatt (MW) angegeben und richtet sich nach dem maximalen Energiebedarf des Schiffes. Beispielsweise benötigt ein großes Kreuzfahrtschiff während der Liegezeit eine Leistung von bis zu 12 MW, während ein Containerschiff mit etwa 4 bis 6 MW auskommt. Die Kabelverbindungen müssen für diese hohen Leistungen ausgelegt sein und werden oft mit speziellen Steckverbindern nach IEC 60309 oder IEC 62613 ausgestattet, die eine sichere und schnelle Verbindung ermöglichen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erdung der Anlage. Da Schiffe während der Liegezeit geerdet werden müssen, um elektrische Potentialunterschiede zu vermeiden, sind Landstromanlagen mit Erdungssystemen ausgestattet, die den Anforderungen der DIN EN 61936-1 entsprechen. Diese Norm legt fest, wie elektrische Anlagen in Häfen zu erden sind, um Personen- und Sachschäden zu verhindern.

Die Steuerung und Überwachung der Landstromanlage erfolgt häufig über ein Supervisory Control and Data Acquisition (SCADA)-System, das den Energiefluss, die Spannungsstabilität und die Sicherheit der Anlage in Echtzeit überwacht. Dieses System ermöglicht es auch, den Stromverbrauch zu protokollieren und bei Bedarf automatische Abschaltungen vorzunehmen, falls es zu Überlastungen oder Kurzschlüssen kommt.

Normen und Standards

Landstromanlagen unterliegen einer Vielzahl internationaler und nationaler Normen, die die Sicherheit, Kompatibilität und Effizienz der Systeme regeln. Die wichtigste Norm für die elektrische Verbindung zwischen Schiff und Landstromanlage ist die IEC 80005, die in drei Teilen die Anforderungen an Hochspannungsanschlüsse (Teil 1), Niederspannungsanschlüsse (Teil 2) und die Kommunikation zwischen Schiff und Landstromanlage (Teil 3) festlegt. Diese Norm stellt sicher, dass die Steckverbindungen und Kabel den mechanischen und elektrischen Belastungen standhalten und eine sichere Energieübertragung ermöglichen.

Darüber hinaus müssen Landstromanlagen die Vorgaben der DIN EN 61936-1 erfüllen, die die Errichtung von Starkstromanlagen mit Nennspannungen über 1 kV regelt. Diese Norm legt unter anderem fest, wie die Anlagen zu erden sind, um elektrische Gefahren zu minimieren. Für die Frequenzumrichtung sind die IEC 61800-Normen relevant, die die Anforderungen an Frequenzumrichter und deren Steuerung definieren.

In der Europäischen Union sind Landstromanlagen zudem an die Richtlinie 2014/94/EU zur Bereitstellung von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe gebunden. Diese Richtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten, in ihren Häfen Landstromanlagen für Schiffe bereitzustellen, um die Emissionen im Schiffsverkehr zu reduzieren. Die Umsetzung dieser Richtlinie variiert jedoch zwischen den Ländern, was zu unterschiedlichen Ausbaustufen der Landstrominfrastruktur führt.

Historische Entwicklung

Die Idee, Schiffe während der Liegezeit mit Landstrom zu versorgen, reicht bis in die 1970er-Jahre zurück, als erste Versuche in skandinavischen Häfen unternommen wurden. Damals standen jedoch weniger ökologische als vielmehr wirtschaftliche Gründe im Vordergrund, da der Betrieb der bordeigenen Dieselgeneratoren teuer und wartungsintensiv war. Die ersten Landstromanlagen waren technisch einfach aufgebaut und boten nur geringe Leistungen, die für die damaligen Schiffstypen ausreichten.

Ein entscheidender Wendepunkt war die Einführung strengerer Umweltvorschriften in den 1990er-Jahren, insbesondere in der Europäischen Union und den USA. Die International Maritime Organization (IMO) verabschiedete 1997 das MARPOL-Übereinkommen, das die Emissionen von Schiffen regelt und die Mitgliedstaaten dazu anhält, Maßnahmen zur Reduzierung von Luftschadstoffen zu ergreifen. Dies führte zu einem verstärkten Interesse an Landstromanlagen als Mittel zur Emissionsreduzierung in Häfen.

In den 2000er-Jahren wurden die ersten modernen Landstromanlagen in großen Häfen wie Los Angeles, Rotterdam und Hamburg installiert. Diese Anlagen waren technisch ausgereifter und konnten höhere Leistungen bereitstellen, um auch große Kreuzfahrtschiffe und Containerschiffe zu versorgen. Gleichzeitig wurden die ersten internationalen Normen für Landstromanlagen entwickelt, darunter die IEC 80005, die 2012 veröffentlicht wurde und seitdem als globaler Standard gilt.

Heute sind Landstromanlagen in vielen Häfen weltweit verbreitet, wobei der Ausbau in Europa und Nordamerika am weitesten fortgeschritten ist. In Asien, insbesondere in China, wird die Infrastruktur ebenfalls schnell ausgebaut, um den wachsenden Anforderungen des Schiffsverkehrs gerecht zu werden. Die Technologie hat sich dabei von einfachen Anschlusslösungen zu hochkomplexen Systemen entwickelt, die eine nahtlose Integration in die Hafeninfrastruktur ermöglichen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Landstromanlagen werden oft mit anderen Systemen zur Energieversorgung von Schiffen verwechselt, obwohl sie sich in Funktion und Anwendungsbereich deutlich unterscheiden. Ein häufiger Vergleichsbegriff ist das Cold Ironing, das jedoch lediglich den Zustand beschreibt, in dem ein Schiff während der Liegezeit vollständig von externer Energie versorgt wird und keine eigenen Generatoren betreibt. Landstromanlagen sind die technische Infrastruktur, die Cold Ironing überhaupt erst ermöglicht.

Ein weiterer verwandter Begriff ist die Bunkerstation, die jedoch der Versorgung von Schiffen mit Kraftstoffen wie Schweröl oder Flüssiggas dient. Im Gegensatz zu Landstromanlagen, die elektrische Energie bereitstellen, versorgen Bunkerstationen Schiffe mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen, die für den Antrieb oder die Stromerzeugung an Bord benötigt werden. Beide Systeme können jedoch in einem Hafen nebeneinander existieren und ergänzen sich in ihrer Funktion.

Auch die Hafenstromversorgung wird gelegentlich mit Landstromanlagen gleichgesetzt, umfasst jedoch ein breiteres Spektrum an elektrischen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb. Dazu gehören unter anderem die Versorgung von Kränen, Lagerhallen und Verwaltungsgebäuden mit Strom. Landstromanlagen sind dagegen speziell auf die Bedürfnisse von Schiffen während der Liegezeit ausgelegt und stellen eine Unterkategorie der Hafenstromversorgung dar.

Anwendungsbereiche

  • Seehäfen: Landstromanlagen sind vor allem in Seehäfen verbreitet, wo sie Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Tanker und andere Frachtschiffe während der Liegezeit mit Strom versorgen. Besonders in Häfen mit hohem Passagieraufkommen, wie Hamburg oder Barcelona, sind die Anlagen weit verbreitet, um die Emissionen von Kreuzfahrtschiffen zu reduzieren.
  • Binnenhäfen: Auch in Binnenhäfen kommen Landstromanlagen zum Einsatz, insbesondere für Binnenschiffe, die regelmäßig an denselben Liegeplätzen festmachen. Da Binnenschiffe oft kleinere Leistungen benötigen, sind die Anlagen hier technisch weniger aufwendig und kostengünstiger zu installieren.
  • Marine und Militärhäfen: In militärischen Häfen werden Landstromanlagen genutzt, um Kriegsschiffe während der Liegezeit mit Strom zu versorgen. Dies dient nicht nur der Emissionsreduzierung, sondern auch der Geräuschminimierung, was in militärischen Kontexten von besonderer Bedeutung ist.
  • Fischereihäfen: In einigen Fischereihäfen werden Landstromanlagen eingesetzt, um die Kühlsysteme von Fischereifahrzeugen während der Liegezeit zu betreiben. Dies reduziert den Kraftstoffverbrauch und verlängert die Lebensdauer der bordeigenen Generatoren.
  • Offshore-Anlagen: In seltenen Fällen kommen Landstromanlagen auch in Offshore-Häfen zum Einsatz, beispielsweise für Versorgungsschiffe, die Plattformen oder Windparks anlaufen. Hier ist die technische Umsetzung jedoch aufwendiger, da die Anlagen den rauen Bedingungen auf See standhalten müssen.

Bekannte Beispiele

  • Hafen von Los Angeles (USA): Der Hafen von Los Angeles war einer der ersten großen Häfen weltweit, der Landstromanlagen für Containerschiffe einführte. Seit 2004 sind hier mehrere Anlagen in Betrieb, die eine Leistung von bis zu 6 MW bereitstellen. Der Hafen gilt als Vorreiter in der Nutzung von Landstrom und hat maßgeblich zur Reduzierung von Emissionen in der Region beigetragen.
  • Hafen von Rotterdam (Niederlande): Der Hafen von Rotterdam verfügt über eine der modernsten Landstrominfrastrukturen Europas. Hier werden sowohl Kreuzfahrtschiffe als auch Containerschiffe mit Strom versorgt, wobei die Anlagen eine Leistung von bis zu 12 MW erreichen. Der Hafen setzt zudem auf erneuerbare Energien, um den bezogenen Strom nachhaltig zu erzeugen.
  • Hafen von Hamburg (Deutschland): In Hamburg sind Landstromanlagen seit 2016 in Betrieb, zunächst für Kreuzfahrtschiffe. Die Anlagen wurden schrittweise ausgebaut und versorgen heute auch Containerschiffe und andere Frachtschiffe. Der Hafen arbeitet eng mit Reedereien zusammen, um die Nutzung der Anlagen zu fördern und die Emissionen weiter zu reduzieren.
  • Hafen von Shanghai (China): Der Hafen von Shanghai, einer der größten Häfen der Welt, hat in den letzten Jahren massiv in Landstromanlagen investiert. Hier werden vor allem Containerschiffe mit Strom versorgt, wobei die Anlagen eine Leistung von bis zu 8 MW bereitstellen. China plant, die Landstrominfrastruktur in allen großen Häfen des Landes auszubauen, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.
  • Hafen von Göteborg (Schweden): Der Hafen von Göteborg war einer der ersten Häfen weltweit, der Landstromanlagen für Fähren einführte. Seit 2000 werden hier Fähren mit Strom versorgt, was zu einer deutlichen Reduzierung der Emissionen geführt hat. Die Anlagen sind Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts, das den Hafen zu einem der umweltfreundlichsten Europas macht.

Risiken und Herausforderungen

  • Hohe Investitionskosten: Die Installation einer Landstromanlage erfordert erhebliche Investitionen in die Infrastruktur, einschließlich Hochspannungsanschlüsse, Frequenzumrichter und Kabelverbindungen. Die Kosten können je nach Leistung und Komplexität der Anlage mehrere Millionen Euro betragen, was für kleinere Häfen eine finanzielle Hürde darstellt.
  • Technische Kompatibilität: Nicht alle Schiffe sind für die Nutzung von Landstromanlagen ausgerüstet. Ältere Schiffe verfügen oft nicht über die notwendigen Anschlüsse oder Frequenzumrichter, was eine Nachrüstung erforderlich macht. Dies kann zusätzliche Kosten verursachen und die Akzeptanz der Technologie bei Reedereien verringern.
  • Netzstabilität: Die Einspeisung großer Leistungen in das lokale Stromnetz kann zu Netzschwankungen führen, insbesondere in Regionen mit einer schwachen Netzinfrastruktur. Häfen müssen daher eng mit den Energieversorgern zusammenarbeiten, um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten und Überlastungen zu vermeiden.
  • Sicherheitsrisiken: Landstromanlagen bergen elektrische Gefahren, insbesondere bei unsachgemäßer Handhabung der Hochspannungskabel. Kurzschlüsse oder Erdungsfehler können zu schweren Unfällen führen, weshalb strenge Sicherheitsvorschriften und regelmäßige Wartungen erforderlich sind.
  • Umweltauswirkungen des Strommixes: Der ökologische Nutzen von Landstromanlagen hängt stark von der Zusammensetzung des lokalen Strommixes ab. In Regionen, in denen der Strom überwiegend aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, ist die Emissionsreduzierung geringer als in Ländern mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien. Dies kann die Akzeptanz der Technologie bei Umweltverbänden und der Öffentlichkeit beeinträchtigen.
  • Regulatorische Hürden: Die Umsetzung von Landstromanlagen ist oft mit bürokratischen Herausforderungen verbunden, insbesondere in Ländern mit komplexen Genehmigungsverfahren. Die Einhaltung internationaler Normen wie der IEC 80005 erfordert eine enge Abstimmung zwischen Hafenbetreibern, Reedereien und Behörden, was den Ausbau der Infrastruktur verzögern kann.

Ähnliche Begriffe

  • Cold Ironing: Dieser Begriff beschreibt den Zustand, in dem ein Schiff während der Liegezeit vollständig von externer Energie versorgt wird und keine eigenen Generatoren betreibt. Landstromanlagen sind die technische Voraussetzung für Cold Ironing, da sie die notwendige Infrastruktur bereitstellen.
  • Bunkerstation: Eine Bunkerstation dient der Versorgung von Schiffen mit Kraftstoffen wie Schweröl, Diesel oder Flüssiggas. Im Gegensatz zu Landstromanlagen, die elektrische Energie bereitstellen, versorgen Bunkerstationen Schiffe mit Brennstoffen für den Antrieb oder die Stromerzeugung an Bord.
  • Hafenstromversorgung: Dieser Begriff umfasst alle elektrischen Dienstleistungen, die in einem Hafen angeboten werden, einschließlich der Versorgung von Kränen, Lagerhallen und Verwaltungsgebäuden. Landstromanlagen sind ein Teilbereich der Hafenstromversorgung und speziell auf die Bedürfnisse von Schiffen während der Liegezeit ausgelegt.
  • Onshore Power Supply (OPS): Dieser englische Begriff wird synonym zu Landstromanlage verwendet und bezeichnet die technische Infrastruktur, die Schiffe während der Liegezeit mit Strom versorgt. OPS ist vor allem in internationalen Kontexten gebräuchlich.

Zusammenfassung

Landstromanlagen sind eine zentrale Komponente moderner Hafeninfrastrukturen und ermöglichen es Schiffen, während der Liegezeit elektrische Energie aus dem lokalen Stromnetz zu beziehen. Sie tragen maßgeblich zur Reduzierung von Emissionen und Lärmbelastung in Häfen bei und sind ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Schifffahrt. Die Technologie erfordert jedoch erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und muss eine Vielzahl technischer und regulatorischer Anforderungen erfüllen, um eine sichere und effiziente Energieübertragung zu gewährleisten.

Trotz der Herausforderungen, wie hohen Kosten und technischen Kompatibilitätsproblemen, setzen immer mehr Häfen weltweit auf Landstromanlagen, um den wachsenden Umweltauflagen gerecht zu werden. Die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz der Häfen kann den ökologischen Nutzen weiter steigern und die Akzeptanz der Technologie erhöhen. Langfristig werden Landstromanlagen eine Schlüsselrolle in der Dekarbonisierung des Schiffsverkehrs spielen.

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